Institut für Kulturforschung Graubünden

September 6, 2017

Gespräch mit Dr. Ursula Brunold-Bigler (Zizers), moderiert von Peter Egloff (Sumvitg/Zürich)

18.00h, Chur, Kantonsbibliothek Graubünden, Karlihofplatz

Im Rahmen der Vortragsreihe «Was ist Literaturwissenschaft?» (zweite Auflage) führt der Ethnologe und Journalist Peter Egloff ein Gespräch mit der Volkskundlerin und Erzählforscherin Ursula Brunold-Bigler.

Ursula Brunold-Bigler erörtert im Gespräch mit Peter Egloff aktuelle Zugänge der historischen Erzählforschung zu den in Graubünden notierten Sagen und Märchen. Im Zentrum des Abends stehen folgende Fragen: Wie lassen sich neue Wege zu alten Texten finden? Was bedeutet in diesem Zusammenhang alt? Wie beeinflusste die Sicht des Aargauers Arnold Büchli (1885–1970) auf das Bündner ‚Bergvolk’ die Ergebnisse seiner Sagensammlung? Was verstand er unter ‚Mythologie’? Worin besteht die Besonderheit der von Caspar Decurtins (1855–1916) publizierten Märchen? Weshalb fehlen im Werk von Leza Uffer (1912–1982) Frauen als Märchenerzählerinnen? Wie lassen sich Sagen und Märchen als Quellen einer Wahrnehmungsgeschichte der sozial Schwachen und der Tierwelt nutzen? Und was hat das alles mit der Welt von heute zu tun?

Eine Veranstaltung des Vereins für Kulturforschung Graubünden und der Kantonsbibliothek Graubünden.

Flyer der Reihe «Was ist Literaturwissenschaft?»